Auch wenn wir es noch nicht so gerne wahrhaben wollen – die ersten Anzeichen sind schon zu spüren, der Herbst steht vor der Tür. Abends wird es wieder früher dunkler und die Nächte kühler. Fast unmerklich erkennen wir die ersten Anzeichen des Fellwechsels bei unseren vierbeinigen Partnern. Ein guter Zeitpunkt, um sie nach der Turniersaison wieder mit einer CBD – Kur zu unterstützen.

Wir sind nach wie vor von der wohltuenden und heilenden Wirkung der Hanfpflanze überzeugt, deshalb wollen wir einen Lokalaugenschein vor Ort vornehmen. Uns interessiert: wie werden Hanföl und CBD Produkte überhaupt produziert? Worauf ist beim Kauf dieser Produkte überhaupt zu achten? So viele Anbieter sind auf dem Markt, aber wie findet man den „Richtigen“ seines Vertrauens? Und muss man sich tatsächlich Sorgen machen, beim Kauf nicht doch plötzlich ein berauschendes Mittel in Händen zu halten?

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Wir fragen bei Medihemp wegen eines Besuchs an und landen im Burgenland, genauer gesagt in Gols. Beim Begrüßungskaffee gehen wir unsere Fragen durch, bevor wir die „heiligen“ Räume betreten dürfen. Wir müssen uns in eine Liste eintragen, sämtlichen Schmuck ablegen und einen Schutzmantel, Überschuhe plus Haube anlegen, bevor wir durch die Schleuse dürfen. Hier herrscht klinische Sauberkeit, die Seinesgleichen sucht!

Hanffantastisch!

Hier wird ausschließlich regional produzierter Nutzhanf aus dem EU-Sortenkatalog verarbeitet. Er enthält nur einen minimalen Anteil am berauschenden Inhaltsstoff THC, es besteht also tatsächlich keine Gefahr davon “high” zu werden. Aber all die anderen wunderbaren, gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe sind voll enthalten! Hanf beinhaltet über 100 Cannabinoide, ihr medizinischer Nutzen ist in vielen Bereichen bewiesen.

Wir sind begeistert – hier wird sogar mit Bio-Gütesiegel produziert, die Produkte sind also garantiert frei von Pestiziden, Herbiziden und Schwermetallen. Das ist uns wichtig! Nach der Ernte wird die Feldpflanze getrocknet und in verschiedenen Teile separiert: Stängel, Blätter, Samen, Blüten.

Die Samen werden geschält und kalt-gepresst, daraus wird das Bio-Hanföl hergestellt. Die Blätter und Blüten werden in der sogenannten Kohlendioxidextraktion schonend zu einem hochwertigen Bio-CBD Rohextrakt verarbeitet. Wir lernen: dieses Verfahren kommt ohne Erhitzen aus, ist schonend, antibakteriell und das Extraktionsmittel CO2 wird restlos aus dem Produkt entfernt. Was bleibt, ist eine dunkelbraunen Masse mit cremiger Konsistenz – die Basis für die weitere CBD Produkt-Palette.

Trocknungsanlage
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Hanfsamen
Hanfblüten

Alle Räume in diesem Werk sind in einer Art Produktionsstraße angeordnet, die Produkte werden in den verschiedenen Produktionsstadien laufend vom Laborleiter analysiert, im Kessel gemischt, abgefüllt und anschließend verpackt.

Wir bedanken uns für diesen informativen Tag und die Zeit, die sich die freundlichen Mitarbeiter für uns genommen haben!

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Produktanalyse

 

Was wir für unsere Pferde verwenden

Hanföl

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Rohextrakt
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Abfüllanlage
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Etikettierung
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Verpackung

… wird aus den Samen (man liest auch oft Hanfnüsschen) gewonnen. Sie sind reich an Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren und können regelmäßig in das Tierfutter gemischt werden. Obwohl wir da und dort hören, dass Pferde Öl generell angeblich aufgrund der fehlenden Galle nicht verstoffwechseln können, haben uns auf Nachfrage mehrere Tierärzte bestätigt, dass dies ein Irrtum ist. Tatsächlich haben wir – schon lange bevor wir auf Hanföl gestoßen sind – unseren Pferden früher regelmäßig Leinöl verabreicht.

CBD

… wird aus Blüten und Blättern gewonnen. Wir verabreichen es meist kurweise über mehrere Wochen hinweg. Je nach Bedarf kann die Intensität und Dauer variiert werden. Bei Dookydoo`s Hufbeinfraktur haben wir über mehrere Monate CBD erfolgreich verabreicht – davon haben wir in einem früheren Blog berichtet. Hier kommt übrigens die Pipette zum Einsatz, nur wenig Tropfen sind notwendig. Dookydoo liebt es und schleckt es sogar aus der Hand. Twister ist nicht so sehr davon begeistert, aber auf hartes Brot oder in eine Apfelhälfte getropft, frisst er es auch.

Unsere Empfehlung für die richtige Produktauswahl

Auf den gesunden Hausverstand setzen – worauf legen wir denn alle Wert? Auf Bio-Produkte! Nachhaltige Produktion! Regionale, natürliche Produkte! Verständliche Angaben auf Etiketten! Produkte ohne Nebenwirkungen! Auf faire Preise!

  • Bio – Zertifizierungen sind uns wichtig, einfach beim Anbieter nachfragen.
  • Check: Wurde das Produkt regional angebaut? Trotz Bio-Siegel kann auf den Produkten der Wortlaut „Nicht-EU“ angegeben sein, diese Ware kommt dann zumeist aus China.
  • Wir achten bei den Angaben auf dem Etikett auf das Wort „Vollextrakt“. Es beinhaltet tatsächlich das gesamte Spektrum an den gesunden Inhaltsstoffen, die sich gegenseitig harmonisch ergänzen – man spricht vom sogenannten „Entourage-Effekt“. Befindet sich allerdings das Wort „Reinstoff“ oder „Rein“ irgendwo im Wortlaut, handelt es sich um synthetisch, im Labor hergestellte Produkte. Produkte – die sich überhaupt nicht gegenseitig ergänzen.
  • Die Crux mit den Angaben auf den Etiketten! Auf den Verpackungen finden sich die Bezeichnung Aromaöl oder bei Tierprodukten sogar Maulpflegeöl. Eigenartig, oder? Tatsächlich wird es aktuell kleineren & mittleren Hanfproduzenten zunehmend schwerer gemacht, ihre Produkte zu verkaufen. Aus rechtlichen Gründen dürfen sie nur mehr recht wage Angaben zu der Wirkung der Produkte machen. Damit kommen wir zum nächsten Punkt:
  • Vorsicht Schummelpackungen! Man sollte immer drauf achten, welche Zutaten drinnen sind. Wird „nur“ Hanföl angegeben ist, ist es eine Mogelpackung bzw. beinhaltet kein CBD. Deshalb immer das Wort Hanfextrakt oder Hanfaromaextrakt auf der Verpackung suchen.
  • Ein 30ml Fläschchen mit 5% CBD Gehalt sollte fairerweise zw. 70 und 80 Euro kosten (Stand 2020). Kostet es mehr, kann es deshalb nicht mehr – kostet es weniger, dann könnte es sein, dass weniger von dem wertvollen Hanfextrakt enthalten ist.

Erfahrungsberichte aus dem Stall mit tierärztlicher Begleitung

Schade, schade – leider gibt es noch immer kaum Studien mit Erfahrungsberichten im Tierbereich, aber wir können zumindest einige Berichte aus dem Reitstall weitergeben:

  • 16-Jährige Stute mit Arthrose, überspanntes Nervenkostüm, harter Muskeltonus
    Geht nach 4-monatiger Einnahme lockerer, ist konzentrierter bei der Arbeit, entspannter und kann schwierige Situationen besser meistern, im Training kann besser mit ihr gearbeitet werden
  • 26-jähriger Wallach mit beidseitiger Knie-Arthrose, Kotwasser (speziell in Stress-Situationen)
    Bewegungsbild nach 4-monatiger Einnahme allgemein verbessert, Kotwasser nur mehr im Tropfenbereich
  • 16-jährige Stute mit Muskelverletzung zu beiden Seiten des Schweifs und Osteochondrose im Knie – dadurch immer wieder Takt-Unreinheiten bzw. Lahmheit
    Nach einem Fläschchen CBD Öl, 8 Tropfen täglich verabreicht, ist sie laut Besitzerin viel besser in der Bewegung und schmerzfreier
  • 8-jähriger Wallach, sehr dünn, kaum bemuskelt, Nervenproblematik: Shivering im rechten Hinterbein
    Bekommt seit ca. ½ Jahr fast täglich CBD Öl, sein Shivering wurde deutlich besser
  • 10-jähriger Wallach, ging früher hohe Dressur, litt sehr unter Spannung, beim Reiten schnell „überdreht“ und buckelte viel, ist laut Besitzerin deutlich ruhiger und entspannter
  • … und dann war da noch der ca. 3-jährige Mischlingsrüde aus einer Tötungsstation, der nicht zur Ruhe kommen konnte, unkontrolliert aggressiv war und mit 1,5 Jahren seinen ersten epileptischen Anfall hatte
    Nach 2-3 Wochen täglicher Verabreichung mit 2 Tropfen bei ca. 15kg Gewicht zeigten sich bereits erste Veränderungen. Er wurde ruhiger und entspannter, ist mittlerweile ein ausgeglichener und lebenslustiger Hund. Die glückliche Besitzerin wird ihm sein restliches Leben CBD-Öl verabreichen.

Unser Fazit

Zusammenfassend kann man sagen: CBD wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend, angstlösend, entspannend und hat eine deutlich beruhigende Wirkung. Bei osteoarthrotischen Patienten zeigt sich ein verbessertes Bewegungsbild. Es stärkt das Immunsystem, die natürliche Funktion der Gelenke und der Atemwegsorgane. Hanföl unterstützt den Verdauungsapparat, die natürliche Hautfunktion und sorgt für schönes, satt glänzendes Fell. Besonders dünnere oder ältere Pferde profitieren von dieser wertvollen Energiequelle!

Uns fällt kein Grund ein, warum wir es nicht zu füttern sollten. Zudem kann die Verwendung von Hanf als Heilpflanze auf ein fast 1000-jährige, internationale Geschichte zurückblicken.

Wir erzählen euch noch ein Geheimnis: Wir nehmen es ebenfalls – das eine Ranchgirl gegen Endometriose-bedingte Bauchschmerzen und das andere Ranchgirl gegen arthritische Gelenkschmerzen. Und wie das hilft! Wir brauchen beide keine schmerzstillenden Tabletten mehr und vermeiden dadurch all die ganzen Nebenwirkungen auf unsere Organe.

Und wer bekommt was?

Ranchgirls nehmen Bio Hanf Complete
Twister und Dookydoo bekommen Bio Hanföl und Bio CBD Öl

Aus Liebe zum Pferd,
Eure Ranchgirls

Anmerkung: Dieser Bericht stellt keine medizinische Beratung dar und ersetzt keinen Arztbesuch, sondern es handelt sich um Beobachtungen aus unserem eigenen Umfeld. Wir weisen darauf hin, dass wir nicht gesponsert werden.