Oskar unser absoluter Liebling

Unser heuriges Pferdeabenteuer #ranchgirlsontheroad hat uns in das Südburgenland auf die Hacienda Del Piero verschlagen. Aufgrund der warmen Temperaturen haben wir unsere Pferde zeitig in der Früh verladen, um uns auf den Weg zu machen. Unsere Zimmer standen bei unserer Ankunft um 10:30 Uhr natürlich noch nicht zur Verfügung, aber unsere Pferde durften sogleich auf die schattigen Waldkoppeln. Eine neue Erfahrung für sie! Wie angenehm es doch ist, im Schatten das Heu zu knabbern und sich an alten Bäumen schubbern zu dürfen. Das obligate Sandbad wurde augenblicklich genommen und sie fühlten sich sichtlich wohl. Somit war es an der Zeit, uns mit kühlen Getränken zu erfrischen und langsam „ankommen“ zu dürfen. Wir beobachteten die zuckersüßen Babykätzchen beim Spielen und lernten die 3 Haushunde kennen. Der kleine, mutig-freche Oscar wuchs uns sofort ans Herz!

Mit der Hacienda-Chefin „Ina“, sofort auf du, wurden wir mit den Gepflogenheiten vertraut gemacht. Unsere Paddock-Boxen wurden täglich ausgemistet, für die Fütterung waren wir selbst zuständig. „Nehmt euch so viel Heu wie ihr wollt, ich weiß wie leicht Pferde nach Transporten abnehmen!“ Was für ein Satz – der hat uns natürlich besonders gefreut. Somit durften unsere Hotties täglich 24 Stunden lang Heu futtern, was sie natürlich auch getan haben.

Die Hacienda

Die Pueblos am Teich

Die Unterkunft in den Pueblos war sehr hübsch gestaltet, ein Schlafzimmer mit Doppelbett, ein Badezimmer, ein Wohnraum mit Sofa und davor eine Veranda mit Stühlen, Tischen und kuscheligen Lammmfellen, mit direktem Blick auf die Wiesenkoppeln. Da die Pueblos direkt am Waldrand standen, waren wir überrascht, wie angenehm kühl es in den Häuschen – selbst bei 35° Grad Außentemperatur war. Noch eine Besonderheit war eine Jurte als Unterkunft: einfach, aber äusserst liebevoll gestaltet.

Im Haupthaus wurden auf der überdachten Außenterrasse, umrankt von wildem Wein, die Mahlzeiten eingenommen. Das Herzstück der Anlage war ein wunderschöner Natur-Schwimmteich mit einer Außenküche und Grillplatz inmitten eines gepflegten Gartens, den wir nach den Ausritten ausgiebig nutzten. Aufgrund seiner Tiefe mit über 4m waren wir unbesorgt, mit irgendetwas beim Schwimmen in Berührung zu kommen 😉

Das Pferdeareal

Auf der parkähnlichen Anlage befand sich eine riesige Offenstall-Weide für Ina’s, sowie aller Einsteller Pferde. Die Herde war eine bunte Mischung aus vielen Rassen. Darunter ein Haflinger der oft ausgestreckt am Boden, mit lautstarkem Schnarchen auffiel. Neben der Weide befand sich ein schöner Reitplatz, wo wir Ina’s Reitexpertise mit ein paar interessanten Hilfen aus dem altkalifornischen Stil ausprobieren durften. Nebenbei gesagt, nur ein kleiner Mosaikstein aus ihrem umfangreichen Reitrepertoire.

Die schattigen Waldkoppeln

Zusätzlich zu den Waldkoppeln gab es noch jede Menge Wiesenkoppeln, die wir jederzeit nutzen durften. Im Stallgebäude selbst befanden sich 6 großzügige Boxen, wo unsere Pferde abends untergebracht waren. Die Hälfte davon mit Paddocks Richtung Wald. Wer sich also dafür interessiert, sollte schnell für das nächste Jahr reservieren 😉

Das Ausreitgebiet

Wir hatten so ein Glück!

Pünktlich vor dem Gewitter am Heimweg
Wunderschöne Waldritte

Zufällig kam das eine Ranchgirl mit einem erfahrenen Cowboy, während eines Turniers letztes Jahr im Sommer, ins Gespräch. Dabei stellte sich heraus, dass sein Pferd auf der Hacienda eingestellt war und er versprach uns, uns nächstes Jahr bei den Ausritten zu begleiten. Naja, ausgemacht vor langer Zeit, waren wir nicht sicher, ob die Abmachung noch hielt. Wir staunten nicht schlecht, als er gleich nach der Ankunft zur Stelle war und uns beim Ausladen half (ach mussten wir nach der langen Fahrt dringend auf die Pipi-Box). Tatsächlich hatte er sich die ganze Woche für uns freigenommen und zeigte uns jeden Tag neue, wunderschöne Insider-Reitstrecken. Wir waren soooo happy – ein Urlaub ohne ein einziges Mal verreiten – davon hatten wir letztes Jahr trotz Karten genug erlebt ;).
Ein ganz besonderes Dankeschön an dich Günter!!!

Ausflug zum Türkenkreuz

So ritten wir entspannt durch das Uhudler Viertel, auf den Hochkogel, zum Türkenkreuz, die Lafnitz entlang und erkundeten die pannonische Gegend. Selbst bei den überraschenden Gewittereinbrüchen hat uns Günter, unser Cowboy, immer wieder pünktlich zurückgebracht auf die Hacienda.

Ein echtes Highlight war das große Waldgebiet, durch das wir täglich ritten, hier waren wir und unsere Pferde optimal vor der glühenden Sonne und Hitze geschützt. Der unvergleichliche Duft inmitten der Bäume, der weiche Waldboden, das Knacksen des Geästs unter den Pferdehufen, das Zwitschern der Vögel – eine Genugtuung für Körper und Seele. Selbst Reh und Hase uberraschten uns und unsere Pferde nur kurz, da die vielen neuen Eindrücke überwogen.

Ob wir wiederkommen? Auf jeden Fall! „Pfundskerl“ Ina und ihre Hacienda verdienen ganz klar eine Bestnote. Und ihre spontanen „Gutenacht-Besuche“ mit kleinen Absacker Drinks versüßten uns unsere allabendlichen, tiefgründigen Gespräche auf der Veranda. Super romantisch unter dem Sternenhimmel, begleitet vom Zirpen der Grillen und herumfliegenden Glühwürmchen.

Aus Liebe zum Pferd,
Eure Ranchgirls