Coach und Horsemanship Trainer, Leiter der Akademie für Mensch-Pferde-Kommunikation „MPK“

Ranchgirls Blog
Heinz Welz

Ausgerechnet Köln 😉 !
Für zwei Wienerinnen ziemlich weit weg, nur um ein Wochenende an einem Pferdetraining Seminar teilzunehmen. Aber nahe genug, um es mal auszuprobieren. Denn in Österreich wurden wir damals nicht fündig, haben wir doch nach einer fundierten, langfristigen Ausbildung gesucht. Es ging uns nicht um eine kurzfristige Behebung einzelner „Problemfälle“ mit Pferden, sondern um ein tiefgehendes Verständnis für eine Methode, um eine klare Kommunikation und Beziehung zu unseren Pferden aufzubauen.

Freiarbeit in der Halle

Nach einem Wochenende mit Heinz im Roundpen wussten wir es genau – das ist es! Dieser Mensch spricht uns aus der Seele! Er erkennt Dinge bei Mensch und Pferd, auf dir wir im Leben nicht geachtet hätten. Er lehrte uns eine neue Sprache – Körpersprache! Mit einzigartigem Vokabular, das wir während unserer mehrjährigen Ausbildung zum MPK Coach und Horsemanship Trainer gepaukt haben.

Doch halt stop! Denn begonnen hat die Ausbildung ganz woanders, nämlich bei uns! Sein Einleitungssatz lautete: „Zuerst müssen wir lernen uns selber zu verstehen, dann andere und dann erst Pferde.“ Und schon waren wir mittendrin – in der Psycho Analyse. Wir waren irritiert. What? Wieso müssen wir uns mit uns beschäftigen, wann geht’s endlich zu den Pferden? Aber bereits nach wenigen Stunden war klar, wie wichtig dieser Prozess war. Und um das klar zustellen: das war tatsächlich harte Arbeit! Denn grundsätzlich ist es ja so, sehr viel unseres Unbewussten teilt sich über unser Äußeres mit, ist tief in uns vergraben und hat unheimlich viel Macht – jaja, der berühmte Eisberg …

Die Kunst der guten Kommunikation

Nachdem wir uns der Kommunikation nach innen gewidmet hatten, ging es um die „richtige“ Kommunikation nach außen: im dialogischen Prozess. Im Coaching mit Pferdebesitzern angewendet, hieß es zunächst zu lernen, Probleme klar zu definieren. Mit dem Kunden realistische und erreichbare Ziele zu stecken. Neue Perspektiven zu entwickeln und gemeinsam Ressourcen zu erarbeiten, um diese Ziele zu erreichen – kurz und gut – Fähigkeiten und Techniken zur Veränderung zu entwickeln und diese in den Pferde-Alltag mittels Bodenarbeit zu integrieren.

Kommunikation mit Seil

Diese Art der Kommunikation wurde im „Trockentraining“ zunächst zwischen uns in der kleinen Gruppe geübt und dann mit geduldigen, wohlgesonnenen „Testkunden“ im Reitstall. Besonders spannend war für uns die Erkenntnis, dass hinter so manchem „Pferdeproblem“ ein handfestes „Menschenproblem“ stand. Dabei ging es weniger um mangelndes Know-how im Umgang mit dem Pferd, sondern vielmehr um tief vergrabene Problem-Themen in der Menschenpsyche. Spätestens jetzt war uns sonnenklar, warum uns Heinz zu Beginn mit unseren eigenen Untiefen konfrontiert hatte.

Die Temperamentenlehre

Sie half uns besonders, aus so mancher Untiefe wieder leichter herauszufinden. Sie ist zwar wissenschaftlich nicht fundiert, aber uraltes Wissen nach Hippokrates (ja, das war übrigens auch der, mit dem Eid als Arztgelöbnis). Unserer eigenen Temperamente auf die Spur zu kommen, war fast wie eine Erleuchtung. Endlich haben wir verstanden, warum uns manche Dinge leicht von der Hand gehen und andere wiederum so garnicht. Unglaublich, wie viel Druck von einem abfallen kann, wenn man um die eigenen Stärken (natürlich auch Schwächen) Bescheid weiß.

Interessiert? Hier kannst du in deinem Persönlichkeits-TEST mehr über dein eigenes Temperament in Erfahrung bringen.

Erkennen der Temperamente

Übrigens – die Temperamentenlehre kann auch bei Pferden angewendet werden. Andere kennen vielleicht auch den Begriff „Horsenality“. Es waren wunderbare Momente, Pferde auf der Wiese oder im Roundpen zu beobachten, wahrzunehmen und zu analysieren. Auf Basis ihrer Charaktermerkmale mit neuem Blickwinkel an die Arbeit heranzugehen und einfühlsame Konzepte für einen vertrauensvollen Umgang anzuwenden. Konzepte, die wir auf zahlreichen, weiterführenden Bodenarbeits-Kursen mit unseren eigenen und Fremdpferden zur Anwendung bringen durften. Und so ganz nebenbei hatten wir während unserer Ausbildung die Gelegenheit, herrliche Landschaften und kleine, gemütliche Ortschaften vom Bodensee bis nach Münster kennenzulernen.

Die MPK Akademie

Akademie für Mensch-Pferde-Kommunikation

Das Ausbildungssystem sieht also eine logische Verknüpfung zwischen Persönlichkeits- und Pferdetraining vor. Im parallelen Aktionsbereich „Pferd“ durften wir über viele Monate, regelmäßig in separaten Workshops mit unterschiedlichen Pferden verschiedenster Rassen üben: einzelne Aufgaben und Techniken wurden auf Basis verschiedener Entwicklungsstufen von Heinz Welz in Theorie und Praxis vorgestellt und gelehrt. Dabei war ihm stets wichtig, die Körpersprache der Pferde richtig zu deuten und ein Gefühl für eine angemessene Kommunikation mit ihnen zu entwickeln. Während des Studiums wurden uns nur Methoden und Hilfsmittel gelehrt, die das Individuum Pferd nicht überfordern und ihm keine Schmerzen oder Angst zufügen. Die erfolgreiche Umsetzung der Lerninhalte – das langfristige Training – erfolgte dann „zu Hause“ am eigenen bzw. fremden Pferd und musste mittels entsprechender Praxisnachweise per Videoaufnahmen regelmäßig dokumentiert werden. Diese Nachweise wurden analysiert, mit Kommentaren versehen und bewertet. Trotz erfolgreicher Prüfung und Abschluss sind wir nach wie vor regelrecht süchtig danach, diesen wunderbaren und erfüllenden Weg gemeinsam mit unseren Pferden – vor allem aber, gemeinsam mit euch – immer weiterzugehen. Denn in Sachen echte „Horsemanship“ lernt man sein Leben lang. Bisher die coolste Schule unseres Lebens!

Körpersprache, Energie und Technik

Wir fühlen uns geehrt, in Heinz unseren „Obi-Wan Kenobi“ (Anm: Star Wars, Jedimeister) als Pferdetrainer gefunden zu haben und ihn als Mentor & guten Freund an unserer Seite zu wissen.

Das Interview

Heinz Welz – wieder ein #grossartigerpferdemensch im Interview mit umwerfend ehrlichen Einblicken. Über den Tag, der seinen Zugang zu Pferden komplett veränderte und sein spannender Entwicklungsweg zum feinfühligen Horseman, Coach, Buchautor & Begründer der Mensch-Pferd-Akademie! Das Interview (Dauer ca.  20 Minuten) kannst du dir hier ansehen.

Zum Schluss – einige Gedankensplitter zu Heinz Welz:

  • Unheimlich selbstreflektiert!
    Was wohl auch seine langjährige Berufung als Coach & Persönlichkeitstrainer mitbringt, oder auch seine regelmäßige Meditationseinheiten…
  • Sprachtalentiert!
    Als ehemaliger Journalist kann Heinz unheimlich leicht in verständliche Worte fassen, was sich für andere (meist großartige) Pferdetrainer als nicht so einfach gestaltet.
  • „Beseelt“ rund um das Thema Pferd!
    So kam es doch hin und wieder vor, dass wir bei Workshops nach 22 Uhr bereits leichte Konzentrationsschwierigkeiten hatten und ihm nur noch schwer geistig folgen konnten.
  • Unerschütterlich!
    Einer, der auch „Grippe-gebeutelt“ an kalten Regentagen unbeirrt die Zeit mit uns in der Reithalle verbrachte.
  • Exakt und präzise im Training!
    Davon können wir ein Lied singen: unser allererstes Zertifizierungs-Video für unsere Ausbildung hat Heinz aufgrund „ungenauer Arbeit“ schlichtweg abgelehnt. (Keine Sorge – mittlerweile sind wir zertifiziert) Apropos Lied singen…
  • Talentierter Sänger!
    Ob nach erfolgreicher Prüfung bei der Abschlußfeier oder so manchem Sommerfest ertönte seine feste Stimme (auch schon im Duett mit Barbara).

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    Auf ein baldiges Wiedersehen 😉
  • Und zum Schluss – kein Heinz ohne seine bessere Hälfte Sabine!
    Wir zeichnen sie aus mit dem Prädikat „besonders feinfühlig und wohlwollend“, denn sie sorgte immer für eine entspannte Stimmung. Auch ihr wollen wir gedanklich Rosen streuen und uns bedanken …

 

Aus Liebe zum Pferd,
Eure Ranchgirls